Im Rahmen der offenen Ringvorlesung des Instituts für Friedens- und Konfliktforschung der Philipps-Universität Marburg wurde der Koordinator des Projektes BLEIB in Hessen eingeladen einen Vortrag zu halten.
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Bei der GWAB in Wetzlar findet jeden Dienstag von 10.00 -14.00 Uhr und jeden Donnerstag von 9.00 - 13.00 Uhr ein Deutschkurs statt. |
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Herzlich Willkommen bei "Bleib in Hessen"
Das Netzwerk "BLEIB in Hessen" wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und dem Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert, um die arbeitsmarktliche und soziale Integration von bis zu 900 Bleibeberechtigten und Flüchtlingen mit zumindest nachrangigem Zugang zum Arbeitsmarkt in Hessen zu stärken und zu fördern. Die Koordination des Netzwerkes liegt beim Mittelhessischen Bildungsverband e. V. in Marburg. Das Netzwerk „BLEIB in Hessen“ umfasst insbesondere die Städte und Landkreise Frankfurt, Offenbach, Hanau, Giessen, Lahn-Dill, Marburg-Biedenkopf, Schwalm-Eder und Kassel.
Im Netzwerk "BLEIB in Hessen" arbeiten erfahrene Träger der beruflichen Bildung und Arbeitsmarktintegration zusammen mit Grundsicherungsträgern, dem hessischen Flüchtlingsrat, Migrantenselbstorganisationen sowie dem Verein für Bildung und Beratung (VBB e.V.), der eine wissenschaftliche Begleitung vornimmt.

Die Förderung von Flüchtlingen geschieht durch
- Individuellen Qualifizierungen
- Beratung und Profiling
- Coaching bei der Stellensuche
- Klärung aufenthaltsrechtlicher Fragen und einschränkender Auflagen im Zusammenhang mit Erwerbstätigkeit.
Das Netzwerk besteht aus folgenden Trägern:
- Mittelhessischer Bildungsverband e. V., Koordination.
- Hessischer Flüchtlingsrat / Frankfurt, Klärung ausländerrechtlicher Aspekte
- Arbeit und Bildung e. V. Schwalmstadt, für den Schwalm-Eder-Kreis
- Praxis GmbH, für die Landkreise Marburg-Biedenkopf und Giessen
- Gesellschaft für Wirtschaftsförderung, Ausbildungs- und Beschäftigungsinitiativen mbH (GWAB), für den Lahn-Dill-Kreis
- Verein für Bildung und Beratung e.V. (VBB), wissenschaftliche Begleitung
- KreisJobCenter Marburg-Biedenkopf, Grundsicherungsträger
- beramí berufliche Integration e.V., für Frankfurt
- startHAUS GmbH Innovative Pädagogik, für Offenbach
- Internationaler Bund (IB) Hanau, für den Main-Kinzig-Kreis
Die berufliche Eingliederung und Integration von Bleibeberechtigten und Flüchtlingen in Mittelhessen hilft aber auch der Wirtschaft dabei, dringend benötigte Arbeitskräfte zu finden. Das 'ESF-Bundesprogramm zur arbeitsmarktlichen Unterstützung für Bleibeberechtigte und Flüchtlinge mit Zugang zum Arbeitsmarkt' ist eine arbeitsmarktpolitische Wende der letzten Jahre. Es gehört zum Nationalen Integrationsplan und der XENOS-Initiative 'Integration und Vielfalt' des Bundesarbeitsministeriums. Viele Geduldete haben nun eine reelle Chance, sich in den Arbeitsmarkt und dadurch in die Gesellschaft zu integrieren. Das neue Instrument der Arbeitsmarktintegration lindert zudem den Arbeitskräftemangel der Wirtschaft. BLEIB in in Hessen ist in der 2. Förderung eines von 27 bundesweit tätigen Netzwerken. In Hessen gibt es noch das Netzwerk BASIX (Berufliche Orinetierung, Ausbildungsförderung, Sprachförderung, Integration) für den Landkreis Hersfeld-Rothenburg. Mit diesem Bundesprogramm wird der Bleiberechtskompromiss von 2007 und seine Verlängerung zum 01.01.2010 mit Leben erfüllt. Möglichst viele Flüchtlinge sollen jetzt die Früchte ihrer Integrationsleistung ernten. Und ihren häufig auch hier geborenen Kindern wird damit ebenfalls eine sichere Lebensperspektive geboten.
BLEIB bündelt die verschiedensten Maßnahmen:
- Akteure des Arbeitsmarktes werden über die rechtlichen Möglichkeiten informiert und die besonderen Fördermöglichkeiten sollen in die Regelförderung einmünden
- Alle Teilnehmer des Arbeitsmarktes werden über die Initiative aufgeklärt. (Unternehmen, Verbände, Migrantenorganisationen, KreisJobCenter/ARGEn, Gewerkschaften etc.)
- Betriebe werden dabei unterstützt, arbeitsberechtigte Flüchtlinge einzustellen (Sprachförderung, Vermittlung eines passgenauen Personalangebots etc.).
- Geduldete und Flüchtlinge können z.B. ihre Fähigkeiten erkennen, Bewerbungsstrategien verbessern, sich individuell qualifizieren.
Das Änderungsgesetz zum Zuwanderungsgesetz 2007 und ihre Verlängerung bis Dezember 2014 ermöglichen vielen Geduldeten und arbeitsberechtigten Flüchtlingen sich in den Arbeitsmarkt und damit in die Gesellschaft zu integrieren. Im ESF-Bundesprogramm stehen hierfür Unterstützung, Qualifizierungen und Hilfen bis Herbst 2010 bereit. Das ESF-Bundesprogramm zur arbeitsmarktlichen Unterstützung für Bleibeberechtigte und Flüchtlinge mit Zugang zum Arbeitsmarkt fördert bundesweit insgesamt 27 regionale Netzwerke, um mehr Beschäftigung, bessere Arbeitsplatzqualität und engeren sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft zu erreichen.













